Raum Bern-Lausanne-Genf

Die Ost-West-Achse genügt zwischen Bern und Genf den Anforderungen seit längerem nicht mehr. Die Kapazitäten reichen für die kombinierten Bedürfnisse des Personen- und Güterverkehrs nicht mehr aus und die Geschwindigkeiten sind nach dem Wegfall der Wankkompensation-Technologie zwischen Freiburg und Lausanne gegenüber der Strasse nicht wettbewerbsfähig. Die in der Bahn-2000-Abstimmung gutgeheissene, aber nie gebaute Neubaustrecke auf diesem Teil der Ost-West-Achse fehlt heute sowohl für die Stabilität des Netzes in der Westschweiz wie für den notwendigen Kapazitätsausbau im Raum Freiburg-Lausanne, der einerseits zu den stärksten Wachstumsgebieten zählt, anderseits einen der tiefsten ÖV-Anteile aufweist.

Seit Jahren wächst die Bevölkerung des Kantons Freiburg sehr stark. Mit der wachsenden Bevölkerung steigt auch die Zahl der Pendlerinnen und Pendler insbesondere nach Bern und Lausanne. Deshalb sind eine bessere Anbindung ans nationale Schienennetz sowie höhere Frequenzen unabdingbar. Die überarbeitete Bahn-2000-Neubaustrecke zwischen Freiburg und Romont kann nebst ihrer Notwendigkeit für die Fahrplanstabilität und für die Gewährleistung der notwendigen Kapazität auf der Ost-West-Achse auch für den Raum Freiburg in Ergänzung zur bestehenden Strecke die Fahrzeit verkürzen, mehr Züge ermöglichen und die Auswirkungen von Baustellen verringern. Das neue Trassee wird auch die Verbindung zwischen der sich stark entwickelnden Region Bulle, Freiburg und den Metropolen Bern und Lausanne stärken. Der Ausbau entspricht der Strategie des Bundes, Pendlerinnen und Pendler zum Umstieg vom Auto auf die Bahn zu bewegen. Mit zusätzlichen Verbindungen nach Bern erhöht sich der Druck, die Kapazitäten im Bahnhof Bern weiter zu erhöhen (Raum Bern-Thun). Das Projekt Freiburg-Romont ist aus Sicht der Westschweiz das prioritäre Ausbauprojekt für den Ausbauschritt 2026.

Ein neues Trassee zwischen Freiburg und Romont – zwingend für die Westschweiz.

Ein neues Trassee zwischen Freiburg und Romont – zwingend für die Westschweiz.