Raum Simplon Süd

Um die Attraktivität des alpenquerenden Personen- und Güterverkehrs zwischen Basel und Domodossola zu steigern, unterstützt die Schweiz den Infrastrukturausbau auf der Südseite des Simplons. Einzelne Bauarbeiten sind bereits im Gang. In Iselle zum Beispiel werden Weichen so ertüchtigt, dass Güterzüge statt wie heute mit 10 km/h neu mit 60 km/h die Gleise wechseln können. Weiter werden eine neue Schaltanlage sowie Trassen erneuert und neu gebaut. Um die Attraktivität der Bahn für Sattelschlepper mit Sattelaufliegern von vier Meter Höhe zu verbessern, werden diverse Tunnels auf eine solche Höhe ausgelegt. All diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis 2028 abgeschlossen sein.

Um die Kapazität des voll ausgebauten Lötschberg-Basistunnels dereinst voll nutzen zu können, braucht es einen weiteren Schub. Das gilt für den Güter- wie für den Personenverkehr. Gerade im Personenverkehr sind heute die Verbindungen zwischen Basel, Bern und der Westschweiz nach Italien vollkommen unbefriedigend. Dies ist umso stossender, als während der laufenden Bauarbeiten die Verbindungen ohnehin schon ungenügend sind. Passagiere in Eurocity (EC)-Züge müssen zum Teil auf Busse umsteigen, was die Fahrt nach Süden mit dem Zug unattraktiv macht. Mittelfristig sind abwechselnd von Basel respektive Genf stündliche EC-Verbindungen nach Mailand und umgekehrt vorzusehen.

Optimierung noch nicht abgeschlossen – das Trassee südlich des Simplons.

Optimierung noch nicht abgeschlossen – das Trassee südlich des Simplons.